Kursangebot 2017

Qualifikation Fachgebundene Genetische Beratung

72-Std.-Kurs

Akademie Humangenetik – Eine Einrichtung der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik e.V.

Das 72-Std.-Kursangebot der Akademie Humangenetik zum Erwerb der Qualifikation Fachgebundene Genetische Beratung wendet sich vor allem an Ärztinnen und Ärzte aus den Fachgebieten der Gynäkologie, Kinderheilkunde und Neurologie.

Entsprechend der Richtlinie zum Gendiagnostikgesetz bietet die Akademie Humangenetik mit Unterstützung der Bayerischen Landesärztekammer eine service-orientierte Lösung an, sich für die Fachgebundene Genetische Beratung zu qualifizieren.

In 72 Fortbildungs-Einheiten à 45 Min. werden alle theoretischen und praktischen Kenntnisse vermittelt, die nach Nr. VII. 3.1. - VII. 3.3. der Richtlinie der Gendiagnostikkommission zum Erwerb der formalen Qualifikation vorgesehen sind. Nach regelmäßiger Teilnahme erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat, das die Qualifizierung zur Fachgebundenen Genetischen Beratung bescheinigt. Die Qualifikationsmaßnahme erstreckt sich über 2 Kurseinheiten, die an jeweils 4 Tagen vom 24.-27.5.2017 und vom 21.-24.6.2017 in Würzburg durchgeführt werden.

In diesen Kurseinheiten vermitteln Ihnen Fachärzte für Humangenetik die Grundlagen genetischer Beratung und Diagnostik, es geht um genetische Risikobestimmung sowie um psychosoziale und ethische Aspekte genetischer Beratung.

Ausführliches Programm

Informationen für die theoretische Qualifikationsmaßnahme

Informationen für den praktisch-kommunikativen Teil der Qualifikationsmaßnahme (23.-24.6.2017)

 

Weitere Informationen

Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung (FGB) nach Gendiagnostikgesetz (GenDG)
und der Richtlinie der Gendiagnostikkommission (GEKO-RL)

Mit Inkrafttreten des Gendiagnostikgesetzes (GenDG) am 1. Februar 2010 wurden Voraussetzungen und Grenzen genetischer Untersuchungen bei Menschen neu geregelt und auch die genetische Beratung auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Laut GenDG dürfen genetische Beratungen im Zusammenhang mit genetischen Untersuchungen nur noch durch speziell qualifizierte Ärztinnen und Ärzte durchgeführt werden! Ärzte, die weder Facharzt für Humangenetik sind noch die Zusatzbezeichnung Medizinische Genetik besitzen, dürfen Beratungen zu genetischen Untersuchungen nur durchführen, wenn sie sich dafür besonders qualifiziert haben.

Die Anforderungen an die Qualifikation sind in der GEKO-Richtlinie gemäß § 7 Abs. 1 GenDG ausführlich behandelt. Es wird unterschieden zwischen diagnostischer, prädiktiver und vorgeburtlicher (Risikoabklärung) genetischer Beratung - mit gestuften Beratungspflichten und Qualifikationsanforderungen. Ein 72-Std. Kurs in Verbindung mit 10 praktisch-kommunikativen Übungen vermittelt allen Ärztinnen und Ärzten, die nicht über die Facharztanerkennung für Humangenetik bzw. über die Zusatzbezeichnung Medizinische Genetik verfügen, komprimiert und systematisch relevantes Wissen entsprechend dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand und damit die notwendige theoretische Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung. Im Kontext der vorgeburtlichen Risikoabklärung umfasst die mindestens erforderliche Fortbildung 8 Stunden, ergänzt durch 5 praktisch-kommunikative Übungen. Die praktisch-kommunikativen Übungen können durch den Nachweis des Erwerbs der psychosomatischen Grundversorgung oder äquivalenter Weiterbildungs- oder Fortbildungsinhalte ersetz werden.

Über die eigenen Fachgrenzen hinausgehende genetische Beratungen sollen auch in Zukunft durch Fachärztinnen/Fachärzte für Humangenetik bzw. durch Ärztinnen/Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Medizinische Genetik erfolgen. Ein Arzt ohne Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung kann für seine Patienten externen, entsprechend qualifizierten Sachverstand heranziehen.

 

 

 

 

 

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